Ziele setzen - Ziele erreichen

Wie werde ich erfolgreich?
Manchmal machen wir uns - vielleicht aus Bequemlichkeit - weis, dass wir das eine oder andere nicht erreichen, weil wir Opfer irgendwelcher Umstände sind. Das mag zwar im Einzelfall stimmen; aber oftmals liegt es auch an einem selbst. Wenn du das eine oder andere Ziel bisher nicht erreicht hast, dann prüfe doch mal, warum es nicht geklappt hat bzw. welche Haltung notwendig wäre um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Erfolgreiche Menschen erfüllen mehr oder weniger bewusst folgende Kriterien. Mache sie dir bewusst und du bist deinen Zielen ein Stück näher. Sollte dir der Text zu schwierig sein, findest du weiter unten auch ein kurzes Fallbeispiel, das du sicher schon in ähnlicher Form erlebt hast. Es sagt - kurz und bündig gehalten - im Grunde das Gleiche aus.  


Voraussetzungen  

1. Eigeninitiative ergreifen  
Eigeninitiative - also die Dinge selbst tun und selbst in Bewegung setzen - hat etwas mit Eigenverantwortung zu tun. Ohne Eigeninitiative passiert gar nichts; denn abwarten und Tee trinken oder darauf warten, dass andere machen, läuft nicht. Wer darauf wartet, dass andere den ersten Schritt tun, wird sich den Zielen dieser anderen auch fügen müssen. Er wird weder Kontrolle über sein Leben haben noch wird er seine Ziele verwirklichen können. Es wäre ein Lotteriespiel ohne Aussicht auf Erfolg auf jemanden zu warten, der haargenau deine Ziele verfolgt.

Nur wer eigenverantwortlich handelt, entscheidet darüber, was mit seinem Leben geschieht.

2. Motivation  
In deinem Leben wirst du dir immer wieder Ziele setzen, wobei ein Ziel dir attraktiv erscheinen und motivierend sein muss, d.h. du musst einen Gewinn, eine Belohnung davon haben. Dabei dreht es sich nicht immer um Geld, sondern oft reicht es schon, wenn man sich über das Erreichte freuen kann oder einen Schritt nach oben kommt:

Wenn du z. B. fleißig genug übst und dein Instrument gut spielst, achten dich die Kameraden, die Ausbilder und der Vorstand. Das Publikum dankt es mit Applaus und die Wertungsrichter danken mit guten Noten für den Verein. Du gewinnst an Beliebtheit und könntest dir mit Aussicht auf Erfolg als nächstes das Ziel stecken, einen freigewordenen Ausbilder- oder gar Vorstandsposten zu übernehmen. Ähnliche Beispiele werden dich dein ganzes Leben lang begleiten:

Was für dich attraktiv und motivierend ist, kannst du aber nur selbst entscheiden.  

Umsonst gibt es gar nichts  
Alles hat seinen Preis. Wer sich im Verein oder beruflich verstärkt einsetzt, hat für seine Familie weniger Zeit. Es müssen persönliche Abstriche zugunsten der Karriere oder Mitmenschen gemacht werden. Frage dich stets: Bin ich auch bereit, die „Kosten" zu übernehmen, die mit dem Erreichen meines Zieles entstehen? Was bedeuten Vereinszeiten und berufliche Reisen für die Beziehung, Freunde, Familie u. ä.?  Bin ich bereit, die Konsequenzen in Kauf zu nehmen? Bin ich bereit, eventuell notwendige Fähigkeiten zu lernen, von denen ich immer sage: „Ich kann das nicht!"?

Du musst bereit sein den erforderlichen Preis für die Verwirklichung deiner Ziele zu bezahlen.

Schärfe deine Sinne für das Ganze und die Details  
Plane kurz-, mittel- und langfristig. Sei spontan! Schau nach links und rechts um alle Informationen zu bekommen, die für deine Ziele wichtig sind. Erfolgreiche Menschen öffnen sich für alles, was um sie herum passiert. Höre, fühle, sieh genau hin. Achte darauf, ob es Anzeichen dafür gibt, dass z. B. dein Auftreten nicht ankommt. Kannst du verschiedene Informationen, die vielleicht nicht immer gleich zusammenpassen, passend zusammenbringen? Nutze die Informationen und organisiere Hilfsmittel auf intelligente Weise.  Trainiere Sinne, die nicht ausgeprägt sind. Wer seine Sinne schärft, hält einiges aus. Wenn du Details wahrnimmst, die dir nicht gefallen, bist du darauf vorbereitet.

Nimm deine Stärken und Schwächen wahr und arbeite an ihnen.
Berücksichtige die Stärken und Schwächen anderer beteiligter Personen.  

Selbstvertrauen  
Erfolgreiche Menschen besitzen ein gewisses Maß an Selbstvertrauen, sie glauben an ihre Fähigkeit ihre Ziele zu erreichen! Ein solches Selbstvertrauen bekommst du ganz automatisch, wenn du fühlst, dass die beteiligten Menschen dich anerkennen.

Tu etwas für dich und achte auf andere. Sei selbstkritisch! Wenn du merkst, dass andere dich nicht mögen und sie recht haben könnten, dann ändere dein Verhalten. Mache dich selbst unentbehrlich und sorge dafür, dass man dich respektiert und anerkennt.

Freue dich an jedem auch noch so kleinen Erfolg - jeder davon ist ein Schritt nach vorn! 

Checkliste: 
Deine Ziele müssen erreichbar sein. Stecke sie nicht zu hoch, sei mit kleinen Erfolgsschritten zufrieden.
 
Formuliere deine Ziele positiv:  
„Ich will nicht mehr hinten stehen" ist nicht positiv formuliert. Wenn du aber negativ formulierst, hat das den Negativeffekt, dass du weniger Kräfte in das positive Ergebnis steckst, weil du in den Mittelpunkt stellst, was du nicht mehr möchtest. Damit aktivierst
du den Problemzustand und belastest dich selbst. Benenne beim Stecken der Ziele genau das, was du für ihr Erreichen bekommst - also deinen persönlichen Gewinn.

Positive Ziele sind z. B.: „Ich möchte das können, was der kann, und an Sympathie gewinnen".

Achte auch darauf, dass sich die Formulierungen nicht auf irgendeine Zukunft beziehen oder zu passiv gehalten sind. „Ich werde besser spielen können" ist irgendwann und bleibt eine Tatsache, solange es noch nicht geschehen ist. „Man wird mich besser ausbilden können" sagt aus, dass jemand anderes die Initiative ergreift und nicht du selbst. Und natürlich darf dein Ziel niemand anderen schaden: „Ich heirate meinen Ausbilder" mag dich vordergründig weiterbringen; aber seine Frau und Kinder werden es dir nicht danken :-D

Bei der Formulierung deines Zieles musst du das Gefühl eines ersehnten Zustands schon heute spüren, dann kannst du den Zustand motivierter und besser anstreben.  

Konkrete Zielsetzung  
„Ich möchte ganz vorn stehen" ist kein Ziel; aber „ich bin am 2. Januar 2005 imstande eine Rede auf der Jugendvollversammlung zu halten um in der Jugendabteilung aktiv zu werden" könnte ein Ziel sein, wenn du dich schon vorher in dieser Rolle siehst, den Erfolg schmeckst, die Situation genießt und dich bei dem Gedanken daran richtig gut fühlst. 

Erreichbare Ziele  
„Ich will, dass mein Verein Weltmeister wird" ist kein Ziel, sondern ein frommer Wunsch. Bleib immer realistisch: Ein zu großes Ziel ist unerreichbar und damit sehr frustrierend. Ein zu kleines Ziel fordert zu wenig von dir. Achte also darauf, dass du dir nur Ziele steckst, die dich entsprechend deiner Fähigkeiten und Möglichkeiten fordern. Überfordere dich nicht mit zu hochgesteckten Zielen bzw. unterfordere dich nicht mit Zielen, für die du gar nichts oder nur sehr wenig investieren musst.

Überfordere dich nicht mit zu hochgesteckten Zielen; denn unerreichte Ziele frustrieren.
Unterfordere dich nicht mit Zielen, die kaum Initiative verlangen, sie langweilen.

Wenn es bei deiner Zielsetzung um Ziele geht, an deren Verwirklichung auch andere mitwirken müssen, achte immer auch auf das, was die anderen können oder nicht können. Der Gruppenerfolg ist immer abhängig von der Leistungsfähigkeit aller Gruppenmitglieder, nicht nur von dir oder der Vereinsleitung.
 
Wann ist das Ziel erreicht  
Frage dich im Vorfeld auch schon mal: „Woran erkenne ich, dass ich mein Ziel erreicht habe?" Sonst merkst du vielleicht gar nicht, wann du das Ziel erreicht hast und bist evtl. nie mit dir selbst zufrieden. Ein Ziel erreicht zu haben bedeutet, erfolgreich gewesen zu sein.

Genieße den Erfolg und feiere ihn. 


Zusammenfassung

  • Entscheide dich für ein Ziel!
  • Überprüfe das Ziel anhand der Checkliste!
  • Pack zu, besorge dir die Mittel, die du benötigst und setze alle Hebel in Bewegung.
  • Geh auch ungewöhnliche Wege.
  • Lass dich nicht vom Ziel abbringen, sei aber auch offen für Feedback und Kritik. 
  • Überprüfe deine Fortschritte, korrigiere - wenn nötig - den Kurs.
  • Wenn du dein Ziel erreicht hast, feiere und genieße den Erfolg.

Sonstige Tipps  

  1. Denke positiv!  Ersetz negative Gedanken durch positive. Sprich nur gut über dich und andere. 
  2. Entwickle Begeisterung! Wer begeistert ist, kann andere begeistern. 
  3. Lerne Körpersprache!  Halt dich gerade, trag den Kopf hoch. Atme tief durch. 
  4. Zeige Gefühle!  Wer Gefühle zeigt, wirkt lebendig und selbstbewusst. Lebendigkeit strahlt aus und steckt an. 
  5. Sei offen!  Sag deine Meinung - erst etwas Nettes, dann Kritik (neutral und nie unter der Gürtellinie), dann etwas Nettes. 
  6. Interessiere dich für andere! Jeder freut sich über Anteilnahme. 
  7. Entwickle deine Stil!  Wenn dir etwas an jemandem gefällt, finde heraus, was du für deinen Typ abwandeln und übernehmen kannst. Ein stilsicherer Mensch hat mehr Selbstvertrauen.
  8. Zeige Ecken und Kanten!  „Everybody's Darling is everybody's Depp."
  9. Gehe Risiken ein!  Spring über deinen Schatten. 
  10. Übernimm Verantwortung! Wenn etwas schief geht, schieb die Schuld nicht auf andere, sondern überlege, was du ändern kannst.

Fallbeispiel:

Folgendes Fallbeispiel soll dir vor Augen führen, dass du fast automatisch oder besser instinktiv etwas tust, was dir gar nicht bewusst ist, wenn dir ein Mensch lieb ist und du ihn für dich gewinnen willst. Mach dir bewusst, was du in solchen Situationen tust, dann kannst du es auch in Bezug auf Ziele im Berufs- oder Vereinsleben, in der Ehe u. a. anwenden.  

Stell dir vor, du lernst jemanden kennen, möchtest dich mit ihm anfreunden.
Die angestrebte Freundschaft ist schon ein gestecktes Ziel.
Was passiert, wenn der Mensch dir nicht vorgestellt wird und er nicht von selbst auf dich zukommt? - Du musst etwas tun, ihn z. B. ansprechen. Damit ergreifst du Eigeninitiative. Evtl. musst du dich erst überwinden. Was motiviert dich dazu?
– Vielleicht stellst dir vor, dass du mit diesem Menschen gemeinsam Spaß hast und etwas Neues erlebst o. ä.. Du siehst es fast schon vor dir und freust dich darauf. Das ist deine persönliche Motivation.

In der Folgezeit sammelst du Informationen über den Menschen, versuchst in Gesprächen und durch Beobachtungen herauszufinden, was er mag, was er nicht mag, welche Stärken und Schwächen er hat, wofür er sich interessiert und welche Gemeinsamkeiten ihr habt. Damit schärfst du deine Sinne für das Erreichen des Ziels. Wenn dir die Sammlung gefällt und dir dein Ziel noch attraktiv genug erscheint, wirst du vieles dafür tun, damit ihr enger zusammen kommt. Du nutzt deine Vorzüge (Stärken) dich beliebter zu machen und versuchst Schwachstellen (Schwächen) abzustellen, wenn sie dazu führen, dass dein Freund sich distanziert. Du änderst evtl. dein Verhalten, dein Outfit o. a. um dem neuen Bekannten besser zu gefallen. Du hörst, siehst und fühlst, was er will, und versuchst alles unter einen Hut zu bringen. Wenn er über solche Veränderungen spricht, z. B. „die blaue Hose steht dir aber gut, besser als die grüne,“ wirst du es als persönlichen Gewinn empfinden, weil diese Anerkennung dich dem Ziel näherbringt.

Wenn du auf diese Weise die Sympathie deines Gegenübers gewinnst und er dann ebenfalls eine Freundschaft mit dir anstrebt, wird er das Gleiche tun wie du. Mit der gleichen Motivation und dem gleichen Ziel, wird er selbst aktiv werden: Er wird dich beobachten, seine Sinne schärfen, sich anpassen etc.. Nach und nach nähert ihr euch dem Punkt "auf einer Wellenlänge zu sein", weil ihr euch aneinander anpasst und jeder bereit ist z. B. schlechte Gewohnheiten für die Freundschaft aufzugeben, Zeit zu opfern u. a.. Das z. B. der Preis für eine echte Freundschaft.

Bei allen Zielen darfst du aber nicht vergessen, dass du dich selbst wohlfühlen musst. Ändere dich also nur, wenn du es mit dir selbst vereinbaren kannst und es dir persönlich auch gut tut. Wenn das nicht der Fall ist, dann suche dir besser ein anderes Ziel :-D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 



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