Nachtwanderung

am Freitag, den 08.11.2002
Bericht der Jugendsprecherin Saskia Klink (14 Jahre)

Seit einigen Jahren organisiert unser Jugendvorstand jeweils im Herbst oder Winter eine Nachtwanderung. Dieses Jahr wurden Jasmin Pahlke (15) und ich zu Jugendsprecherinnen gewählt, und so waren wir zusammen mit dem Jugendsprecher Timo Klink (17) und Silvia Lossou mit der Organisation der Veranstaltung an der Reihe. Silvia fiel leider aus; aber Gott sei Dank sprangen meine Eltern für sie ein.

Mitte Oktober machte ich mich an die Einladungsschreiben und fuhr sie nach Fertigstellung an unsere fast 80 Mitglieder mit dem Fahrrad aus.

 

Petrus bescherte mir dabei Regen!

Über 30 Personen meldeten sich danach zur Nachtwanderung an, und so fuhr Familie Klink mit Jasmin Pahlke am 07.11.2002 in das Loher Gehege, um die Wegstrecke festzulegen.

Petrus bescherte uns dabei Regen!

Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder in den Wald, um die Wege zu markieren und Aufgabenzettel anzubringen. Im Anschluß hatten wir noch musikalische Proben bis 20 Uhr; aber dann ging es endlich los, und

Petrus bescherte uns dabei Regen!

Wir teilten mehrere Gruppen mit jeweils einer Handvoll Leuten ein, die auf dem Parkplatz von Christina Klink in die Aufgaben eingewiesen wurden, während Jasmin und ich mit Manfred Fuldt, Bettina Fischoeder, Marc Dube, Timo und Hans-Jürgen Klink uns auf den Weg machten, um an bestimmten Stellen für Gruseleffekte zu sorgen bzw. die Gruppen zu erschrecken und danach auf den richtigen Weg weiterzuleiten.

Die Gruppen durften nur eine Taschenlampe anmachen, um den Weg und die Aufgabenzettel zu finden, wobei sie in größeren Abständen hintereinander laufen mussten. Ca. alle 5 Minuten war Schrei- und Blinkalarm (alle Taschenlampen an und wildes Geschrei anstimmen). Natürlich hatte die letzte Gruppe zusätzlich den Auftrag sämtliche Markierungen zu entfernen, damit der Wald sauber bleibt.

Die nächste gute Stunde war dann von "Ih- und Buhrufen", Geistergeheul, Schreien und Lachen" durchsetzt. Unterwegs sprangen dunkle Gestalten, ein Henker sowie zitternde, leuchtende und gleichzeitig heulende Gespenster plötzlich aus dem Gestrüpp oder hinter Bäumen hervor. Unheimliche Wesen tippten den Teilnehmern zwischendurch auf die Schulter oder zwickten ins Bein, und so mancher trat in die matschigen Pfützen, die der Regen uns bescherte.

Timo der Scherzkeks gab noch einen drauf, nachdem er seinen Part erfüllt hatte. Er stellte sich einmal ganz auffällig vor eine Gruppe, und gab ein sanftes "buh" von sich. Das reizte natürlich nur noch zum Lachen. Aber auch Jasmin und ich hatten das "Pech" einmal ausgelacht zu werden. Die Taschenlampe der ersten Gruppe erfasst uns voll. Das war ziemlich peinlich; denn wir lagen ganz verkrümmt auf dem matschigen Waldboden, um die anderen zu erschrecken.

Gruseleffekte, Pannen und Regen taten der Stimmung aber überhaupt keinen Abbruch. Als wir alle auf einer Lichtung wieder zusammentrafen, tanzten wir sogar im Regen noch unseren abschließenden "Labadu", und auch am Ende auf dem Parkplatz konnten wir uns mal wieder nicht voneinander trennen. Über eine halbe Stunde genossen wir dort bei Autoscheinwerferlicht die gestifteten Kuchen, Bonbons, Tee, Kaffee, Kakao etc.. Tina bemerkte am Schluß dazu ganz treffend:

"Hier zeigt sich doch mal wieder, was für eine tolle Gemeinschaft das Musikkorps Rendsburg ist. Wir stehen hier nass gemeinsam im Regen und fühlen uns pudelwohl."

Ich selbst war übrigens dreimal für die Nachtwanderung im Regen, und während der Veranstaltung wurde ich von oben bis unten richtig nass, weil ich Monster spielte und am Boden lag. Ich habe hinterher dann heiß gebadet und meine Familie trank heißen Tee bei Kerzenschein. Warum ich das hier schreibe, fragt Ihr Euch? - Tja, es machte mich traurig, dass zwei minderjährige Vereinskameraden vor der Abfahrt weinten, weil ihre Eltern den Regen scheuten und die Anmeldung deshalb zurückzogen. Dabei hätten die Kinder nur regenfeste Kleidung benötigt (stand ja auch in der Einladung). Es war weder kalt noch stürmisch, und ich finde, diese Tränen hätten nicht sein müssen. Bekannterweise stärkt es die Abwehrkräfte, wenn man sich wettergerecht gekleidet im Freien aufhält. Ich kann das nur bestätigen; denn ich bin bei jedem Wetter draußen und erkälte mich nur selten. Darüber sollte die Eltern mal nachdenken, finde ich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!